In der Betriebswirtschaftslehre werden Prozesse meist nach ihrer strategischen Bedeutung und ihrem Beitrag zur Wertschöpfung unterschieden. Das gängigste Modell ist die Einteilung in drei Kategorien, oft visualisiert in der sogenannten Prozesslandkarte. Hier ist die Übersicht der drei Hauptprozessarten: 1. Kernprozesse (Leistungsprozesse) Kernprozesse sind das Herzstück eines Unternehmens. Sie haben einen direkten Bezug zum Produkt oder zur Dienstleistung und schaffen einen unmittelbaren Mehrwert für den externen Kunden. • Merkmale: wettbewerbsentscheidend, wertschöpfend, kundenorientiert. • Beispiele: ◦ Produktentwicklung und Design ◦ Produktion und Fertigung ◦ Vertrieb und Marketing ◦ After-Sales-Service 2. Unterstützungsprozesse (Supportprozesse) Diese Prozesse sind notwendig, damit die Kernprozesse reibungslos funktionieren können. Sie erzeugen keinen direkten Kundennutzen, sind aber intern unverzichtbar. • Merkmale: Erbringung interner Dienstleistungen, kein direkter Marktkontakt. • Beispiele: – Personalwesen (Recruiting, Lohnabrechnung) – IT-Infrastruktur und Support – Buchhaltung und Rechnungswesen – Instandhaltung und Facility Management – Fuhrparkmanagement 3. Managementprozesse (Steuerungsprozesse) Managementprozesse dienen der Planung, Steuerung und Kontrolle der gesamten Organisation. Sie geben den Rahmen vor, in dem Kern- und Unterstützungsprozesse ablaufen. • Merkmale: strategische Ausrichtung, Überwachung von Zielen. • Beispiele: ◦ Strategieentwicklung ◦ Qualitätsmanagement ◦ Risikomanagement

 

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